50. Tag, 25.08.2013; Livingstone/ Sambia

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50. Tag, Sonntag, 25.08.2013; Livingstone/ Sambia
Temperatur: 25-35 ° C,
Tagesstrecke: 25 km, Gesamtstrecke: 17.140 km, max. Geschwindigkeit: 54 km/h
BPI: 1,50

„Breitmaulnashörner im “Mosi-Oa-Tunya Park“

Um 6:00 Uhr klingelt uns der Wecker im Jolly Boys Camp die Kameraden aus dem Biwakzelt und unserem „Dome“ ( ein wohl riechendes acht Doppelstockbetten Zimmer, Erinnerungen an alte Zeiten werden wach, es sieht aus wie ein guter alter Schlafsaal im Kinderferienlager ) raus. Ein kurzes frisch machen und noch schnell einen Kaffee in der Lobby und wir werden um 6:45 Uhr von Roberto Blanco ( besser kann man ihn einfach nicht beschreiben), zwei offenen Jeeps & seinem Partner abgeholt. Leider hat sich ein Kamerad dazu entschlossen die Nachtruhe einseitig zu verlängern & schläft unter seinem Moskitonetz auf der Wiese aus. So starten wir dreizehn in Richtung Mosi Oa Tunya Park. Der Wildtierpark befindet sich kurz hinter Livingstone, oberhalb der Wasserfälle direkt am Sambesi. Obwohl recht klein, besticht er durch eine wunderschöne Uferlandschaft. Das besondere hier ist eine kleine Breitmaulnashorn Gruppe von acht Tieren, die rund um die Uhr von bewaffneten Rangern gegen potenzielle Wilderer bewacht werden muss. Während der Trockenzeit wandern die Wildtiere zwischen Sambia und Zimbabwe durch den Fluss, für Hippos und Krokodile gelten sowieso keine Staatsgrenzen.
Bei unserer Durchfahrt durch den Park hatten wir das Gefühl, das alle Tiere sich verständigt hatten, uns aus dem Wege zu gehen. Letztendlich sahen wir aber doch noch eine Giraffe, drei Elefanten, einige hässliche Warzenschweine mit riesigen Hauern, eine Herde Büffel und jede Menge frecher Affen. Nach ca. zwanzig Minuten hatten wir den ersten Teil unserer Safari hinter uns – naja, so toll war es nun leider auch nicht, ich glaube die meisten von uns waren doch eher enttäuscht und bereuten schon den Safaritrip mit 70,- US Dollar bezahlt zu haben. Der erste Teil des Wildparks wirkte wie ein riesengroßer Zoo, zur Landseite war er, wie es aussah, komplett eingezäunt und die Tiere hatten nur über den Sambesi die Möglichkeit zur freien Wildbahn.
Wir hielten an einem Check Point, wo ein paar Ranger mit Ihren Kalaschnikows sich im Schatten auf Ihren Stühlen rumlümmelten und lässig auf uns warteten. Zwei Ranger stiegen auf unsere Jeep´s auf und weiter ging es in den zweiten Teil des Wildparks, zu den versprochenen Nashörnern. Nach ca. fünf Minuten hielten wir in einem völlig vertrockneten Buschgelände und stiegen aus, es folgte eine kurze Einweisung zum Thema – Verhalten & Sicherheit im Gelände durch Roberto Blanco und seinem Partner. Und schon ging es los. Wir liefen im Gänsemarsch auf unsere „ Walk Safari Tour „ in den Wildpark hinein. Nach einer viertel Stunde Wanderung stießen wir auf die Nashornherde. Sie dösten im Schatten einer kleinen Senke und wackelten nur mit den Ohren. Der Anblick war grandios und alle waren völlig begeistert von der Situation. Ohne Zaun und doppelten Boden konnten wir uns den Nashörnern bis auf ca. fünf –
zehn Metern nähern und sie mit unseren Kameras abschießen. Nach einer kurzen Zeit rief Roberto Blanco zum Aufbruch, die Nashörner brauchen Ihre Ruhe und die nächste Touri-Gruppe kam schon über den Hügel auf uns zu gelaufen.

Wieder im Gänsemarsch zurück zu unseren Jeep´s, aufsteigen und wir fahren wieder aus dem Game Park raus in Richtung Livingston zu unserem schönen Jolly Boys Camp. Am Ende der Tour waren doch alle sehr zufrieden mit der kleinen Safari und dem Erlebnis zum ersten Mal Nashörner in freier „Wildbahn“ so nah gesehen zu haben.

Gegen 14.30 Uhr besteigt die Bunjee Jumper Crew zwei Taxen und fährt raus zur Zambesi Brücke, die Sambia und Zimbabwe verbindet und die Zambesi Schlucht hinter den Victoria Falls quert. Genau auf der Grenzlinie zwischen den Ländern , in der Mitte der Brücke, einer der berühmtesten Hotspots der Adventure Szene weltweit: 111m Bunjee Sprung in die Zambesi Schlucht. Schnirps, Zwerg und Flemme sind zu 100 % bereit, sich in die Tiefe zu stürzen. Damit schnellt sowohl der Altersdurchschnitt als auch der männliche Anteil der Jumper erheblich in die Höhe…
Sie müssen warten es ist Mittagspause…Gewicht bestimmen, Sprungnummer protokollieren, Gesundheitsfragen ausfüllen und natürlich vorab zahlen. Dann geht’s schnell, nicht viel Zeit zum Überlegen. Gurte um , als Erster betritt Schnirps die abgesperrte Sprungplattform, mit dem Rücken zum Abgrund wird er vom Profi und Firmenbesitzer (weißer Rhodesier) eingewiesen und mit Seilen und Karabinern „präpariert“, dann heißt es vor zur Kante , rumdrehen, ein letztes Stoßgebet und 1,2,3,4, 5 – Bunjee!!!! Schnirps stürzt in die Tiefe, beim dritten Mal nachfedern hat er die Nerven die Horda Zeiss Fahne durch den Canyon zu schwenken….. Wenig später folgen Zwerg und Flemme nach dem gleichen Prozedere. Alles geht glatt, alle drei mit Super-Bunjee- Sprüngen, die von einer ganzen Foto/ Filmcrew (Rainer, Micha, Uwje) aus allen Positionen aufgenommen wurden. Nachdem die ersten Adrenalin Schübe durch sind gibt es einen Whiskey und eins zwei Sprungbier in der Bunjee Jumper Lodge.
Glückwunsch und Hut ab Jungs, ne echt abgefahrene, coole Mutprobe.
Ihr habt sie durchgezogen!!!!

Kampfabstimmung – in welche Richtung fahren wir?
19:00 Uhr Dinner Time in Livingstone, ein kleines sambisches Restaurant oberhalb der Hauptstraße ist heute unser gemeinsamer Treffpunkt für alle Kameraden zum Abendessen. Am Vortag haben ein paar von uns die Küche ausprobiert und waren so begeistert von der Qualität und dem Super Service durch Tracy, so dass für heute Abend gleich ein afrikanisches Büffet bestellt wurde, das Essen war wirklich der Hammer, „The Hammer“!

Nach dem Essen, gaben Tom & Kanne nochmal einen kurzen Überblick über die Route durch Simbabwe, mit dem Zug ( 450 km ) bis Buschanmaro, von da aus weiter mit Überland-bussen bis nach Johannesburg/Südafrika und noch ein paar Info´s zur Lage in Simbabwe.
Politische Lage momentan stabil, ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis, die größte Elefantenpopulation Afrika´s , sowie ein gut ausgebautes Busliniennetz bis nach Südafrika.
Jeder von uns hatte drei Stimmen, und konnte wählen zwischen,

1. Simbabwe
2. Botswana
3. Namibia

Das Abstimmungsergebnis ergab zunächst ein 22 zu 16 für Namibia, obwohl alle den Eindruck eines Kopf- an Kopf-Rennens hatten. Ein Rechenfehler des Wahlleiters stellte sich heraus. Anders als früher zu DDR Zeiten trat dieser sofort zurück! Die nun reguläre Auszählung ergibt ein 19 zu 19 zwischen Simbabwe & Namibia: Unentschieden!

Was nun? Die Aufregung war groß, da kam der Vorschlag „ Tracy (die Kellnerin) soll eine Münze werfen“. Und Tracy warf …, Namibia ! Wir fahren nach Namibia, Simbabwe hat verloren. Es gab natürlich auf der einen Seite lachende und auf der anderen Seite enttäuschte Gesichter, egal, vorher war klar besprochen, das Ergebnis wird gemeinsam akzeptiert und von allen mitgetragen. Ohne wenn und aber.

Die Vierzehn

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